Der Verein und seine Ziele

Der Verein TuSch ist aus einem Selbsthilfeprojekt im Frauenzentrum München entstanden und seit seiner Gründung 1986 Träger der gleichnamigen Beratungsstelle.

Das Verständnis von Ehe und Partnerschaft hat sich gewandelt. Es ist gesellschaftliche Realität, dass eheliche und nicht-eheliche Beziehungen nicht von Dauer sind. Trennung und Scheidung betrifft alle - Frauen und Männer, unabhängig von ihren Lebenslagen und Lebensformen.

Frauen und Männer sind nach dem Grundgesetz gleichberechtigt, doch zeigt sich gerade bei Trennung und Scheidung, dass die tatsächliche Gleichstellung nach wie vor nicht realisiert ist. Frauen sind mit besonderen ökonomischen und sozialen Risiken konfrontiert. Diese strukturellen Benachteiligungen von Frauen wirken sich belastend auf ihre individuelle Lebenssituation aus.

TuSch wurde von Frauen für Frauen gegründet, aus der Erfahrung heraus, dass Frauen in dieser spezifischen Lebenssituation Parteilichkeit, Verständnis und Akzeptanz benötigen. 

Unsere Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle bietet Frauen umfassende Hilfe bei psychosozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen und Problemlagen. Paare/Eltern unterstützen wir durch Mediation und Umgangsberatung.

TuSch vertritt die sozialpolitischen und gesellschaftlichen Anliegen von Frauen/Eltern in der Trennungs- und Scheidungssituation in Gremien und psycho-sozialen Netzwerken.

TuSch hat 2013 den Luise-Kiesselbach-Preis für die Verwirklichung beispielhafter innovativer und besonders erfolgreicher Projekte erhalten.



Aktuelles: Bundestagswahl 2107

Wahlprüfsteine

Wichtige Wahlen stehen in diesem Jahr vor der Tür. Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten sind Frauen. Diese Tatsache und die daraus resultierende Möglichkeit der Einflussnahme auf die Gestaltung zukünftiger Politik müssen wir Frauen uns bewusst machen.
Die Besetzung der politischen Ämter durch die Listen und Aufstellungen für die Wahlen ist dabei für Frauen nicht erfolgversprechend. Aus diesem Grunde wurde das Aktionsbündnis Parité in den Parlamenten gegründet, dem unsere TuSch-Vorstandsfrau, Christa Weigl-Schneider, vorsteht.
Was die Einbeziehung von frauenpolitischen Forderungen in den Wahlkampf betrifft, scheinen die Parteien auf diesem Auge blind zu sein. Die für die Zukunft unserer Gesellschaft elementaren frauenpolitischen Themen spielen im Wahlkampf keine große Rolle.
Deshalb hat der Stadtbund der Münchner Frauenverbände, dessen Mitglied wir sind, alle Verbände gebeten, ihre Forderungen, sogenannte Wahlprüfsteine, darzustellen.
Gerade in Zeiten rechtspopulistischer Strömungen, die frauenpolitische Errungenschaften zurückdrehen wollen, fordern wir von der Bundesregierung zukunftsweisende Gleichstellungspolitik in allen Bereichen.
Die Wahlprüfsteine, die aus unserer Arbeit bei TuSch entstanden sind, finden Sie hier, weitere Informationen bietet der Stadtbund der Münchner Frauenverbände unter dem Stichwort Aktionen.